Über uns

Eva Keller, Dr. (ISEK, Ethnologisches Seminar der Universität Zürich)

Präsidentin des Vereins

Seit 1998 mache ich ethnologische Forschung in der Region um Masoala im Nordosten Madagaskars. Während insgesamt bald drei Jahren habe ich mit madagassischen Familien in dieser Region zusammen gelebt, ihren Alltag geteilt und ihre Geschichten vernommen. Durch meine Forschung über den Masoala Nationalpark (seit 2005), die zum Ziel hat zu verstehen, wie die lokale Bevölkerung den Park versteht und interpretiert, habe ich von erschütternden Ungerechtigkeiten erfahren, die lokalen Familien im Names des Umweltschutzes widerfahren sind. Ich habe mich daher entschlossen, einen Verein zu gründen, um auf diese Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Unter "Mehr Informationen" können Sie mehr zum Thema lesen, hören und schauen.

 

Esther Leemann, Dr. (Ethnologisches Seminar der Universität Luzern)

Vize-Präsidentin des Vereins

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Nutzung natürlicher Ressourcen in verschiedenen Kulturen und den Konflikten, die entstehen, wenn sich unterschiedliche Nutzer die Ressourcen streitig machen. Meine eigene Forschung zu Landenteignungen der angestammten Bevölkerung durch Kautschukplantagen in Kambodscha hat mir gezeigt, wie tiefgreifend dieser Verlust für die einheimischen Leute ist. Die Situation ist vergleichbar mit jener in Masoala. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, im Verein aktiv zu werden, um auf diese Problematik aufmerksam zu machen. 

 

Sandra Spirig, lic. iur. 

Vorstandsmitglied des Vereins

Hauptberuflich arbeite ich als Rechtsanwältin in einer Anwaltskanzlei in Zürich. Seit meinem Studium interessiere ich mich für Afrika und habe dort verschiedene Arbeitseinsätze absolviert. Madagaskar habe ich im Sommer 2009 im Rahmen eines Freiwilligeneinsatzes bei Madaclinics (www.madaclinics.org) bereist, wo ich in einem entlegenen Gebiet im Norden des Landes in einem kleinen Spital arbeitete. Die Lebensumstände der Menschen, deren Armut und täglicher Einsatz für das Notwendigste haben mich beeindruckt und erschüttert. Den Verein Human Rights in Masoala unterstütze und berate ich in rechtlicher Hinsicht. Mein Hauptanliegen ist jedoch, mit einen Beitrag zu leisten, damit die Öffentlichkeit über die Misstände und Ungerechtigkeiten informiert wird, welchen die lokale madagassische Bevölkerung im Zusammenhang mit der Gründung des Masoala Nationalparks ausgesetzt war und nach wie vor ausgesetzt ist.

 

Corinne Steiner-Raharinirina

Vorstandsmitglied des Vereins

Ich bin Madagassin und habe den grössten Teil meines Lebens in Madagaskar verbracht. Meine Heimat ist der Nordosten der Insel; daher kenne ich die Probleme, die auch in Masoala existieren, aus eigener Erfahrung. Seit einigen Jahren lebe ich in der Schweiz, aber als Madagassin bin auch ich von den Ungerechtigkeiten, denen die Bauern in Masoala ausgesetzt sind, betroffen. Ich bin im Verein aktiv, um einen Beitrag zu leisten, damit ihre Stimme gehört wird.